Wichtige Informationen zum Wein selber machen

Wein selber machen 01

Der Gedanke ist für Liebhaber eines edlen Tropfens mehr als reizvoll: Eigenen Wein herstellen und diesen den Gästen zu präsentieren ist ein Traum von vielen Menschen. Dies ist leichter, als man annehmen mag, denn zur Produktion von Wein sind weder eine teure Ausrüstung noch ein sehr umfangreiches Fachwissen notwendig. Wichtig sind allerdings Glasballons, welche man sowohl für die Gärung als auch für die Lagerung verwendet – hier können alternativ jedoch auch Behälter aus Kunststoff, Fässer aus Holz oder Aluminium- bzw. Edelstahlkanister genutzt werden.

Die richtige Wahl der Zutaten und Geräte

Entscheidet man sich für einen Gäraufsatz aus Kunststoff oder aus Glas, so befüllt man diese zunächst mit Wasser – sie sind ein Verschluss für den jeweiligen Gärbehälter. Kohlendioxid, welches bei der Gärung selbst entsteht, entweicht dann durch diesen Aufsatz. Darüber hinaus verhindert der Aufsatz ein Eindringen von äußeren Einflüssen wie beispielsweise von Insekten, Mikroorganismen oder auch Sauerstoff. Steigen nach dem Verschließen Gasblasen im Inneren auf, gärt der Wein.

Zu den Zutaten zählen unter anderem Reinzuchthefen und Hefenährsalz. Letzteres ist für die Verhinderung einer vorzeitigen Unterbrechung der Gärung verantwortlich, die Reinzuchthefen vermehren sich mittels Sprossung und setzen die Gärung des Fruchtsaftes erst in Gang. Führt man eine Maischegärung durch – das ist das Vergären von Fruchtmus – dann wird ein spezielles Antigel zugesetzt. Dieses sorgt dafür, dass der Wein ein gute Aroma erhält und der Gärvorgang beschleunigt wird.

Der Gärvorgang beginnt

Die ideale Temperatur die die Gärung liegt zwischen 18 °C und 25 °C. Worauf man unbedingt wert legen sollte, ist eine sorgfältige Auswahl der Früchte – nicht alle eignen sich für die Herstellung von Wein. Vor allem werden hier frische Früchte genutzt. Diese sollten gründlich gereinigt werden, danach zerkleinert sie oder presst sie aus. Zerkleinertes Obst gibt man direkt zur Gärung bei.

Der gesamte Brei der Maischegärung wird nach rund zwei Wochen noch einmal gepresst – der daraus gewonnene Wein wird wiederum im Gärbehälter erneut vergoren. Nun verschließt man den Gärbehälter mit Hilfe einer Gummikappe und setzt das mit Wasser gefüllte Gärrohr hinein. Hier müssen die Füllhöhen, welche daran markiert sind, beachtet werden. Einmal pro Tag muss der Gärbehälter etwas geschüttelt werden – so vermischt sich das Innere gut.

Der Wein ist nach rund drei bis fünf Wochen fertig. Abgeschlossen ist der Gärvorgang dann, wenn der im Fruchtbrei bzw. -saft enthaltene Zucker in Alkohol umgewandelt worden ist und sich abgesetzt hat. Nach dem Gärprozess lässt man den Wein erneute drei bis vier Wochen ruhen, anschließend zieht man ihn mit einem Gummischlauch ab. Der Bodensatz wird dabei separat in einen extra Gärbehälter gefüllt und geschwefelt.

Nach einer weiteren Lagerung in kühler Umgebung wird der fertige Wein irgendwann völlig klar und kann dann in Flaschen abgefüllt werden.

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